Scheffer Veronika - Gedächtnislücken Olympia 2014

Scheffer Veronika Zauchensee - Zeugen mit Gedächnislücken?

Olympia 2014: Zeugen mit Gedächtnislücken?
Im Olympia-Ausschuss sagen zur Stunde zwei Ex-Buchhalter der Bewerbergesellschaft aus. Bereits am Vormittag trat die Aufsichtsrätin der Gesellschaft, Veronika Scheffer, Liftgesellschaft Zauchensee vor den Ausschuss. Doch vieles blieb unklar.

Aussagen nicht sehr hilfreich
Bereits Dienstagvormittag ist Veronika Scheffer im Zeugenstand gesessen - die Prokuristin der Zauchensee Liftgesellschaft. Ihre Aussage hat hauptsächlich aus einer Reihe von Erinnerungslücken bestanden.

Veronika Scheffer war Aufsichtsrätin bei der Salzburger Olympiagesellschaft. Worin genau ihre Aufsicht bestanden hat, das ist am Vormittag aber leider nicht klar geworden.
Kaum Antworten auf wichtige Fragen.
"Was für ein Verein?"
Scheffer kann sich an Sitzungen nicht erinnern, an denen sie nachweislich teilgenommen hat. Sie will niemals Belege gesehen oder eingefordert haben.

Auch den Verbleib von einer Million Euro zur Vorbereitung der Bewerbung kann sie nicht erklären, sie habe dazu ebenfalls nie Unterlagen bekommen.

Und auf die Frage, wann das erste Mal Gelder an den umstrittenen Olympiaförderverein geflossen seien, antwortet Scheffer: "Was für ein Verein?".
               
               
                Nichts Auffällige bei Zahlungen bemerkt
Scheffer hatte Sponsorenlisten mit Sponsoren, die der Salzburger Bewerbungsgesellschaft nichts bezahlt haben, sondern nur dem Förderverein. Bemerkt hatte sie das allerdings nicht, sagt sie am Dienstag.

Scheffer saß auch im Finanzausschuss der Bewerbung, hat am Dienstag aber nicht mehr gewusst, dass etwa der Jahresabschluss 2005 wegen fehlender Unterlagen mehrmals verschoben werden musste.
               
               
                Auf Richtigkeit vertraut
Und Scheffer streitet ab, ein Schreiben zu kennen, wonach aus dem umstrittenen Rechnungskreis vor allem zwei Bereiche bezahlt worden sind: Ausgaben, die dem Bundesvergaberecht widersprechen und Ausgaben, die den Empfänger kompromittieren könnten, wie es heißt.

Aber, so erklärt die Ex-Aufsichtsrätin am Dienstag: sie habe selbstverständlich darauf vertraut, dass alles seine Richtigkeit habe. Warum sie davon überzeugt war, das hat sie allerdings nicht erklären können.

Copyright - Salzburg@orf.at - MI | 11.04.2012